GEDANKEN ZUM TERRORANSCHLAG IN CHARLOTTESVILLE

Wir gedenken am heutigen traurigen Morgen den Opfern des gestrigen feigen faschistischen #Terroranschlag -es in #Charlottesville (USA).

Im Rahmen der Proteste gegen den Neonazi-#Fackelmarsch ist es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Nazis und Antifaschist*innen gekommen.

Die Situation eskalierte, als der 20-jährige #Nazi James Alex Fields Jr. aus #Maumee, Ohio, USA mit seinem Auto absichtlich in die Menge der Gegendemostrant*innen raste.
Dabei ermordete er die Antifaschistin Heather Heyer und verletzte mindestens 20 weitere zum Teil lebensgefährlich.

Unsere Gedanken sind an diesem Morgen bei den Verletzten, unser tiefstes Beileid gilt den Angehörigen der Verstorbenen.
Es ist ein schwerer Verlust für die Familie, der kaum in Worte zu fassen ist.

Trauer, Verzweiflung und allem Voran Wut erfüllen uns beim Lesen der Nachrichten aus Charlottesville.

Dieser feige Angriff erinnert uns ein weiteres Mal auf schmerzliche Weise daran, warum unsere Flagge rot ist:
In Gedenken an unsere gefallenen Genoss*innen, die in ihrem Kampf für eine gerechtere, bessere, MENSCHENWÜRDIGERE Welt ihr Blut gelassen und ums Leben gekommen sind.

Wir haben euch gewarnt, wir haben allen „liberalen“ Apologeten, die unter dem Banner der Meinungsfreiheit die von ihnen euphemistisch als „Alt-Right“, „Ultra-Conservatives“ oder „White Nationalists“ bezeichneten Faschisten verteidigten immer wieder erklärt, warum solche Meinungen nicht zu tolerieren sind.

Wir haben euch gesagt, dass es mit Verbalradikalismus beginnt und sie irgendwann morden werden, doch ihr habt weggeschaut!

Und: Es passierte nicht zum ersten Mal und leider gewiss nicht zum letzten Mal.
Wir können und dürfen uns auch nicht in den Irrglauben flüchten, all dies habe nichts mit uns zu tun, nur weil zwischen Charlottesville und Deutschland der große Teich liegt.
Dass die „#IdentitäreBewegung“ munter bei dem Fackelmarsch mitmarschirert ist, ist dabei nur eine kleine aber vielsagende Episode.

Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat.
Sie alle sind der selben mörderischen Ideologie zum Opfer gefallen, welche gestern unsere amerikanische Genossin umgebracht hat.
Sie alle sind nur ein kleiner Teil derer, die Opfer rechter Gewalt wurden.
Sie alle sind in Deutschland gestorben, durch die Taten von lediglich drei Neonazis: Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, besser bekannt als das #NSU-Trio.
Hier den Skandal um die staatliche Involvierung und Verschleierungsverusche durch den #Verfassungsschutz zu erörtern wäre, wie Eulen nach Athen zu tragen, zeigt aber Eindrucksvoll das Problem der strukturellen Verwurzerlung des Faschismus in der Gesellschaft.
Dass die Mordserie zunächst noch unter dem Schlagwort #Dönermorde die Runde in der Presse machte, ist dabei nur der Gipfel des Eisbergs aus Hohn, Zynismus und (gewollter) politischer Untätigkeit.

Erschreckend ist, dass trotz alledem rechtes Gedankengut anschlussfähig geblieben ist, wie der Aufstieg der #AfD beweist, und dass, ebenso wie die US-Liberalen, hiesige selbsternannte Verteidiger der Demokratie sich hierzulande ebenfalls nicht zu schade sind, die Neo-Nazis mit wohlklingenderen Adjektiven wie etwa „#rechtspopulistisch“ zu schmücken.
Und das obwohl Angriffe auf Menschen mit #Migrationshintergrund und #Linke sowie #Brandanschläge auf #Flüchtlingsheime an der Tagesordnung sind, als direkte Reaktion auf die Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas durch hiesige blau-braune Akteure.

Dies beweist ein weiteres Mal:

FASCHISMUS IST KEINE MEINUNG, SONDERN EIN VERBRECHEN!

Ein Angriff gegen eine von uns ist ein Angriff gegen uns alle!

Ab jetzt heißt die Losung „gelebte Solidarität“: jeder Angriff bestärkt uns nur in unserer Überzeugung von der Richtigkeit unseres antifaschistischen Kampfes; ab jetzt wird keine Provokation unbeantwortet bleiben!

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