Stellungnahme zu den arbeitsrechtlichen Verstößen des Studierendenwerks

Mit Verärgerung haben wir erfahren, dass das Studierendenwerk unter der Geschäftsführung Ulrike Leibleins 70 von 210 studentische Angestellte nicht weiter beschäftigen möchte. Ihre Stellen wurden bereits vor ihrer Entlassung für nicht studentische Arbeitskräfte ausgeschrieben. Der Grund dafür? Die Studierenden haben das unfassbare Verbrechen begangen, sich gewerkschaftlich zu organisieren und die prekären Beschäftigungen des Studierendenwerks zu kritisieren.

Vor einigen Monaten waren die Studierenden bei einer Marionette des Studierendenwerks, der HSH (Hochschulservice Heidelberg GmbH), beschäftigt. Dies ermöglichte dem Studierendenwerk, seine Angestellten auf der Grundlage von Tagesverträgen zu beschäftigen; diese mussten also jeden Tag einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, waren auf ihrem Weg zur Arbeit nicht versichert und erhielten keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Damals protestierten wir als SDS mit anderen Gruppen gegen diese prekären Beschäftigung, indem wir ein Banner in der Marstallmensa flaggten (siee Bild). Auch die Gewerkschaft Ver.di, der StuRa und das Sozialreferat der Verfassten Studierendenschaft, das von unserem Mitglied Mahmud Abu Odeh besetzt wurde, protestierten gegen diese nicht hinnehmbaren Arbeitsbedingungen und konnten damit auch einen Erfolg verzeichnen: Die Tagesverträge wurden abgeschafft und alle Studierenden wurden direkt beim Studierendenwerk angestellt.

Nun gilt es erneut zu protestieren; dieses Mal gegen die willkürlichen (und arbeitsrechtlich unzulässigen) Kündigungen. Deshalb fordern wir dazu auf, das Studierendenwerk zukünftig zu boykottieren. Wir fordern dazu auf, an den Boykottveranstaltungen des StuRas teilzunehmen. Am 31.09. ab 19 Uhr könnt ihr gemeinsam mit uns die Bundesliga und am 02.09. den Tatort auf Leinwand am Uniplatz schauen, um ein Zeichen zu setzen und euch solidarisch mit den betroffenen Studierenden zu zeigen. Für Getränke, Pizza und Knabberzeug ist gesorgt. So könnt ihr entspannt den Abend genießen, ohne das Studierendenwerk und die Studierendenausbeuterin Ulrike Leiblein unterstützen zu müssen!

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