Frauenkampf International!

Gestern fanden anlässlich des Internationalen Frauenkampftages weltweit Proteste für mehr Gleichberechtigung und Anerkennung statt.

In Spanien waren es rund fünf Millionen Menschen. Die Arbeitnehmer*innenverbände hatten Frauen nicht nur dazu aufgerufen von ihren Arbeitsplätzen fernzubleiben, sie sollten auch für einen Tag die Hausarbeit niederlegen. Die Reproduktionsarbeit (Kinder großziehen, Kochen, Putzen…) wird in der kapitalistischen Produktionsweise hauptsächlich durch den weiblichen Teil der Gesellschaft erledigt. Da diese Heimarbeit unbezahlt ist, sorgt diese Arbeitsteilung für eine immense finanzielle Abhängigkeit.

Auch in Berlin zog es Tausende Leute auf die Straße. Ein Thema der Frauenproteste in Deutschland: Unwürdige Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen. Klar, in dieser Branche arbeiten auch Männer. Aber es sind eben überwiegend Frauen, die sich um Alte und Kranke kümmern. Um diese Misstände zu umgehen, müssen wir den Kampf gegen die Privatisierung des Gesundheitssystems mit feministischen Vorhaben vereinen.

Bereits am Sonntag löste die türkische Polizei eine Kundgebung zum Weltfrauentag in Istanbul auf. Während Merkels Flüchtlingsdeal mit Erdogan weiterhin fortbesteht, bleibt die Gleichbehandlung am Bosporus weiterhin auf der Strecke – 10 mal höher als im EU-Durchschnitt ist die häusliche Gewalt in der Türkei. Für uns steht fest: Geschlechtergerechtigkeit muss endlich auch bei bilateralen Beziehungen eine Rolle spielen.

Widerstand gegen Frauenunterdrückung gibt es auch auf den Philippinen gegen die faschistoide Politik des Präsidenten Duterte, der vergewaltigenden Soldaten Schutz gewährt und sie dazu auffordert, in die Genitalien von kommunistischen Rebellinnen zu schießen.

Nur ein paar Beispiele, für Tausende von Aktionen, die sich gestern für Emanzipation eingesetzt haben.

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